Ich gehe nun mit dir die vier Lebensbereiche durch, genauso wie ich es in meinem Findungsprozess gemacht habe. Ich zeige dir, was du erreichen kannst und was der alternative Preis dafür ist. Der Preis für das einfache Leben.

FITNESS / KÖRPER

Ich selbst habe meinen Körper jahrelang vernachlässigt und ihn einfach als Mittel zum Zweck oder eher als reines Fortbewegungsmittel gesehen.

Das Einzige, was ich gerne in diesem Bereich tat, war es, Essen zu gehen und zu kochen.

Sport war für mich ein Fremdwort, denn meist schmerzte es mir und ich sah einfach keinen Sinn darin, mich mehr zu bewegen als notwendig.

Mein Höchstgewicht lag im ersten Quartal des Jahres 2018 bei 80 kg. Das Ganze bei einer Körpergröße von 1,71m und so gut wie keinen Muskeln.

Unter der Kleidung konnte ich das Meiste zwar verstecken, aber dennoch war es mir immer unbehaglich, rauszugehen. Permanent den Bauch einzuziehen, macht definitiv nicht glücklich.

Im September 2018 beschloss ich, dass es so nicht mehr weitergehen konnte und setzte mir das Ziel, ein Sixpack zu erreichen. Ein Traum, den ich schon sehr lange hatte.

Da ich allerdings nicht wusste, was richtig und was falsch war, beschloss ich einfach, nach und nach alles auszuprobieren, was ich finden konnte.

Angefangen hatte ich mit Saftfasten, ging danach in eine Zehn-Wochen-Challenge über. Probierte dann noch einige Wochen lang die ketogene Ernährung aus. Als nächstes folgten Paleo und LowCarb. Zum Schluss zog ich das Intervallfasten 8/16 mehrere Monate durch.

Jetzt sieht meine Ernährung sehr viel simpler aus. Ich schränke mich nicht mehr stark ein, was ich essen darf und was nicht. Es erschien mir nie als sinnvoll, auf bestimmte Lebensmittel dauerhaft verzichten zu müssen.

Seit dieser letzten Umstellung habe ich die besten Ergebnisse erzielt und es macht mir wieder richtig Spaß, alles umzusetzen und Tag für Tag meine Fortschritte beobachten zu können.

Du fragst dich sicher, wie ich es jetzt mache.

Ich esse, was ich will, mit den folgenden Einschränkungen:

Ein kleines, dauerhaftes Kaloriendefizit von ca. 300kcal am Tag

(solange ich Körperfett verlieren will) und eine Mindestmenge von 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht, um nicht meine Muskeln zu verlieren.

Zusätzlich betreibe ich 30 Minuten Sport am Tag. Hier wechsle ich zwischen Laufen und BodyWeightExercises (Übungen nur mit dem eigenen Körpergewicht – zuhause möglich – ohne weitere Geräte) ab.

Ja, das ist das simple Geheimnis meiner Resultate.

Ich esse, was ich will und achte alleine auf diese drei fundamentalen Regeln.

Aber wenn es so simpel ist, warum schafft es nicht jeder?

Ganz ehrlich?

Kalorienzählen ist nicht sexy. Es macht anfangs keinen Spaß. Es schränkt einen ein und man hat anfangs sehr oft Heißhunger… vor allem nach den Sporteinheiten.

Der Sport ist anfangs sehr anstrengend und zeigt dir jedes Mal deine eigenen Grenzen.

Die Fortschritte werden auch erst nach langer Zeit sichtbar und das ist, was die meisten Menschen sehr frustriert. Wenn man wochenlang keine nennenswerte Fortschritte sieht. Weder beim Gewicht, noch beim Bauchumfang, noch bei dem Training, das man absolviert.

Aber ist man dann auf dem richtigen Weg, wenn nichts vorangeht?

Definitiv! Wenn du diese drei Regeln wirklich einhältst und du dich nicht selbst belügst, geht es Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Ich selbst war vier Monate auf 65kg hängengeblieben und es bewegte sich einfach kein Stück mehr.

Zum Glück machte ich mir einige Vorher-Bilder, auch während des ganzen Vorgang. Ich beschloss, nun regelmäßig Fotos von mir zu machen, um zu sehen, ob sich wirklich nichts tat.

Mein Gewicht stagnierte zwar, aber der Fortschritt war sichtbar geworden. Das Körperfett ging nach und nach zurück, die Muskeln wurden größer und sichtbarer.

Anscheinend hatten diese mit dem Körpergewicht über einen langen Zeitraum die Waage gehalten.

Von diesem Moment an war ich extrem motiviert. Ich wusste, dass die Zeit nun für mich und nicht gegen mich arbeitet. Mit jedem Tag, an dem ich meinen Plan durchzog, kam ich meinem lang ersehnten Ziel immer näher!

FAZIT – ZAHLE DEN PREIS

Entweder, du achtest auf deine Ernährung, treibst regelmäßig Sport, wirst jeden Tag fitter und gesünder oder zu zahlst den Preis für einen ungesunden Lebenswandel.

Du leidest an Übergewicht, hast Schmerzen bei den einfachsten Tätigkeiten, wirst von Jahr zu Jahr kränker und ansehnlicher wird man dadurch definitiv auch nicht.

Die Schritte, die du gehen musst, sind einfach und simpel.

Ein kleines Kaloriendefizit, eine Grundmenge an Protein und 30 Minuten Sport am Tag.

Willst du es jetzt auch anpacken, die einfachen, aber notwendigen Schritte zu gehen?

Selbst mit einem Mindestmaß an Geduld, Ehrgeiz und Disziplin, erreichst du jedes deiner Ziele!

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG / ORGANISATION

ORGANISATION

Im zweiten Lebensbereich dreht es sich um deine eigene Entwicklung, deinen Charakter und deine Organisation im Leben.

Der einfachere Teil ist es, das Leben zu organisieren.

Sei es die Wohnung, die Unterlagen und Verträge oder ein eigenes Zeitmanagement.

Materielles lässt sich wesentlich leichter beeinflussen als das Emotionale.

Durch diese einfachen Tätigkeiten, das Leben wieder in Ordnung zu bringen, löst man auch indirekt die ersten Blockaden im Kopf.

Der Stress sinkt erheblich und man hat wesentlich mehr Kapazität frei, um die wichtigen Ziele im Leben anzugreifen.

Wenn du dir im Klaren darüber bist, wie und wofür du deine Zeit verwendest, wirst du auch sensibler für dieses Thema.

Zeit ist das wertvollste Gut – neben der Gesundheit – das wir im Leben besitzen. Umso trauriger ist es, dass die meisten Menschen mehr als achtlos mit ihr umgehen.

Das Gefühl, dass wir genug davon haben und wir alles noch später anpacken können, ist ein großer Trugschluss. Es ist nichts anderes als eine einfache Ausrede, die unbequemen Sachen nicht anzupacken. Solange, bis wir eine neue Ausrede dafür haben: „Ich bin jetzt schon zu alt für das.“

Durch mein eigenes Journal habe ich mir extrem geholfen, meine Zeit besser einzuteilen, mich zu reflektieren und die wichtigen Sachen anzupacken. Als ich angefangen habe, Routinen und Zeitpläne aufzustellen, fing mein Leben an, leicht zu werden. Ich wusste, wann was zu erledigen war. Termine habe ich nie wieder verpasst und auch der Stress sank extrem. Alles, was ich machen musste, war, mich an meine eigenen Pläne zu halten, die ich auch jederzeit wieder anpassen konnte.

Diese Art der Organisation half mir auch, Zeit für neue Projekte zu finden und anzufangen, aktiv an meinen eigenen Zielen zu arbeiten. Wo ich früher dachte, wie andere Menschen nur soviel umsetzen konnte, wurde ich nun selbst einer dieser Menschen, denen man nachsagt, dass sie sehr viel Disziplin hätten. Dabei wusste ich nur, wie man einige einfache Methoden praktisch anwendet.

In einem späteren Kapitel zeige ich dir praktische Methoden, wie du es auch für dich anwenden kannst.

„Morgen ist eine Hoffnung und kein Versprechen!“

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Dass meine Psyche durch meine Vergangenheit den einen oder anderen Schaden abbekommen hat, ist dir sicher aufgefallen. Doch ich wollte es nicht mehr zulassen, mich passiv vom Leben treiben zu lassen. Wenn ich es schon geschafft habe, abzunehmen, dann werde ich dieses Ziel auch schaffen, eine selbstbewusste Persönlichkeit zu werden.

Leider ist es hier oft nicht so leicht, sich zuerst seine eigenen Probleme ehrlich einzugestehen und zweitens, diese zu bewältigen. Darum habe ich mich selbst an einen professionellen Coach gewendet, der genau das erreicht hat, was ich mir auch vorgenommen habe.

Durch die nüchterne Reflexion von außen konnte ich selbst nach und nach an meinen größten Baustellen arbeiten. Es ist ein ständiger Prozess, an seinen Schwächen zu arbeiten und seine eigenen Stärken weiter auszubauen.

Es ist das Entrümpeln von alten, negativen Glaubenssätzen und ein Ausrichten deines Geistes auf deine Ziele.

Die einfachste Art und Weise, hier zu beginnen, ist es, die richtigen Bücher zu lesen und sich selbst zu affimieren. Affimieren bedeutet so viel wie sich selbst neue Glaubenssätze einzuprägen oder sich selbst zu erziehen.

Aber funktioniert sowas überhaupt?

Ja! Aber dafür muss es mehr sein, als nur plump irgendwelche positive Sätze runterzurattern. Es müssen solche Affirmationen sein, die in deiner Situation passen, um das alte Glaubensmuster zu überschreiben und es muss dich triggern (also dich positiv antreiben).

Erst, als ich anfing, Affirmationen zu verwenden, die mich auch emotional triggerten, merkte ich einen richtigen Unterschied. Es gelang mir nun, diese nach wenigen Tagen in mein Leben zu integrieren.

Ich habe selbst mit den richtigen Affirmationen einige meiner Ängste bezwingen können und bin auch durch unangenehme Situationen viel leichter und entspannter gegangen. Hier noch einige, die ich gerne für mich verwende:

„Ich beherrsche meinen Geist, mein Geist beherrscht meinen Körper, mein Körper beherrscht meine Realität.“ – Damit habe ich es geschafft, einige meiner Ängste zu durchbrechen, indem ich mich auf das Hier und Jetzt fokussierte.

„Wenn ich etwas will, mache ich alles, um es zu bekommen, um nicht den Preis für mein Zweifeln zu zahlen.“  – Klasse gegen Selbstzweifel jeglicher Art.

„Ich verhalte mich selbstverständlich, rechtfertige mich nicht und frage selbstsicher zurück.“ – Gut, wenn du von anderen angezweifelt wirst.

„Ich verfolge klare Ziele selbstsicher und ohne Zweifel, dass ich sie erreiche.“ – Sehr gut, wenn du daran zweifelst, ob du deine Ziele erreichen kannst und dir der Antrieb fehlt.

„Warum soll ich für diesen ungesunden Fraß auf einen tollen Körper verzichten.“ – ein sogenanntes blockierendes Programm, das man gezielt einsetzen kann. Dies funktioniert natürlich auch in anderen Situationen.

„Ich nehme mir alles raus, was ich für mein Glück brauche.“ – Wenn du nicht selbstsicher genug bist, etwas für dich zu beanspruchen oder Raum einzunehmen.

„Mach es jetzt, mach es gleich… mach es jetzt, mach es gleich…“ – Wenn man bei einer Aufgabe blockiert und nicht weiterkommt.

Dies sind nur wenige meiner Affirmationen, die ich mir zwei Mal pro Tag laut vorlese und bei der gegebenen Situation wieder ins Gedächtnis rufe.

FAZIT – ZAHLE DEN PREIS

An seiner Psyche und seiner Organisation zu arbeiten, hat extreme Vorteile für dich. Durch eine gute Übersicht verhilfst du dir selbst dazu, im Klaren zu sein, was du willst und wie du es Schritt für Schritt erreichen kannst.

Mit der Persönlichkeitsentwicklung siehst du, warum dich etwas blockiert und wie du es für dich lösen kannst, damit du bereit bist, weiter zu wachsen.

Wenn du dich nicht um diesen Bereich kümmerst, kann es sehr leicht sein, dass du auf deinem Level stecken bleibst. Dass du dich selbst nicht entwickelst und anfängst, den Erfolg anderer schlecht zu reden, damit du dich besser fühlst und nicht ins Handeln kommen musst.

Du wirst ein falsches Selbstbild haben und auch nicht verstehen, wie die Welt wirklich funktioniert.

Es lohnt sich extrem, aktiv Zeit und Aufwand in diesen Bereich zu stecken. Denn mit jedem Fortschritt wirst du wesentlich einfacher und stressfreier ans Ziel kommen können.

FINANZEN / BUSINESS

Der dritte Lebensbereich ist dein finanzieller Bereich.

Egal, ob du angestellt bist oder ob du selbständig bist.

Die erste Grundlage ist es, eine Übersicht über deinen derzeitigen Stand zu bekommen. Wieviel du mit welchen Tätigkeiten verdienst, welche monatlichen Ausgaben du hast und welchen Standard du im Leben dadurch hast. Wenn du bereits gut organisiert bist, wirst du dich hier auch viel leichter tun.

Lebst du jeden Monat von der Hand in den Mund, so wie es mir jahrelang ging? Kannst du dir höchstens einen Urlaub im Jahr leisten, der auch nur mittelmäßig ist? Wenn überhaupt!

Treibt dich der Gedanke an die nächste Heizkostennachzahlung in den Wahnsinn, weil es neue, scheinbar unlösbare Probleme aufwirft?

Geld ist nichts Negatives, sondern es versorgt dich mit dem, was du zum Leben brauchst und noch viel mehr. Solltest du negative Glaubenssätze haben, rate ich dir, diese schnellstmöglich abzulegen. Geld an sich ist nichts Böses, denn es ist nur ein Tauschmittel unseres Systems.

ABHÄNGIGKEITEN

Das große Ziel in diesem Bereich ist es, dass du dich selbst versorgen kannst und du unabhängig von anderen wirst.

Aber welche typischen finanziellen Abhängigkeiten gibt es hier?

Die Abhängigkeit vom Arbeitgeber, vom Partner oder auch von den Eltern. Das Problem hierbei ist: Solange du abhängig bist, haben diese Menschen auch mehr oder weniger die Kontrolle über dich und dein Leben.

(Einen Sonderfall gibt es allerdings beim Partner. Sollte hier ein ausgewogenes „Geben und Nehmen“ stattfinden, in dem weder du, noch dein Partner sich ausgenutzt fühlt, ist alles in Ordnung. Aber hierzu gibt es im Beziehungsbereich eine weitere Erläuterung.)

Falle bitte nicht auf die falsche Sicherheit deines Jobs rein, denn dieser ist nur sicher, solange dein Arbeitgeber genügend Aufträge hat. Ich habe oft genug erlebt, dass selbst Stellen in sehr großen Firmen regelrecht wegrationalisiert wurden und man plötzlich ohne Stelle dasteht.

Solange alles normal verläuft, fühlst du dich absolut wohl, doch wenn etwas in Schieflage gerät, wirst du schnell einen großen Leidensdruck erfahren.

Eine Art der Machtlosigkeit, weil du nicht vorgesorgt hast, als es noch ging.

Das Gute daran ist, dass du nun schnell ins Handeln kommen musst. Das Schlechte, dass du oft unüberlegte Entscheidungen treffen wirst, die du so nie getroffen hättest.

Wie sollst du eine starke Persönlichkeit aufbauen, wenn du von jedem anderen abhängig bist? Du kannst es dir schlicht und einfach nicht leisten, dich gegen die anderen zu behaupten, da sie dir jederzeit deine Ressourcenquelle abdrehen können.

Wenn du es allerdings schaffst, mit eigenen Produkten oder Projekten eigene Einnahmequellen zu generieren, wirst du Schritt für Schritt unabhängiger. Du bist nicht mehr auf ihre Gunst angewiesen, sondern kannst anfangen, dich selbst finanziell zu versorgen.

PROJEKTE

Warum also nicht während deiner Festanstellung schon etwas nebenbei aufbauen. Etwas, das wie ein Fangnetz fungiert und für dich auch eine viel größere Freiheit bedeutet.

Klar. Es ist nicht so einfach, wie man denkt und die Zeit ist beschränkt, aber stell dir einfach mal vor, wie es wäre, wenn du monatlich 500 oder sogar 1000 Euro zusätzlich verdienen würdest?

Wie würde sich dein Leben verändern?

Nicht nur ein wenig, oder? Und schon gar nicht zum Schlechten. 😉

Aber wie kannst du das Ganze anstellen und vor allem womit?

Bei der Frage womit, muss ich dich auf das Kapitel „Die Suche nach der Berufung“ zurückverweisen, wenn du es noch nicht gelesen hast.

Grundsätzlich solltest du mit etwas anfangen, das du entweder gerne erlernen willst oder worin du bereits gut bist. Schau, was die Kunden brauchen könnten und versuch, ihre Probleme zu lösen.

Wenn du etwas gefunden hast, worin du dich als erstes versuchen willst, dann starte es als Projekt.

Aber was ist denn zum Beispiel ein Projekt?

Dieses Buch ist ein Projekt, das über vier Monate bei mir ging.

Mein YouTube-Kanal ist ein dauerhaftes Projekt ohne Ende, aber mit klar definierten Zielen. Auch verschiedene Produkte, die ich bis jetzt erstellt habe, sind alles kleine oder große Projekte.

Setze dir ein klares Ziel und arbeite die notwendigen Schritte aus. Arbeite jeden Tag an diesem Auftrag, bis du es abgeschlossen hast. Geh dabei im Kopf nicht unnötig in die Zukunft oder in die Vergangenheit. Fokussier dich auf die derzeitige Aufgabe und versuche, sie so gut wie möglich abzuschließen.

In einem späteren Kapitel werde ich dir noch weitere Techniken an die Hand geben, damit du dein Projekt noch viel leichter abschließen kannst.

Jedes Projekt, das du abschließt, wird dich selbstbewusster machen. Du wirst neue Fähigkeiten erlernen und Stück für Stück wachsen. Selbst, wenn sich deine Produkte anfangs nicht oder nur schleppend verkaufen, hast du dennoch für dich selbst Großes geleistet. Du bist über dich selbst gewachsen und hast dir bewiesen, dass du sehr wohl in der Lage bist, dein Leben anzupacken.

FAZIT – ZAHLE DEN PREIS

Wenn du diesen Bereich im Leben vernachlässigst, kannst du schnell ein abhängiges Leben führen, das dir keine großen Sprünge erlaubt oder dich bei jedem kleinen Problem stark aus der Bahn wirft.

Die Probleme, die du hast, wenn du kein oder nur wenig Geld hast, sind definitiv sehr unschön und können auch jeden anderen Bereich deines Lebens mit nach unten ziehen. Streitigkeiten in Beziehungen und schlechte Laune sind hier schon vorprogrammiert. Kein Wunder, dass das Thema Geld die meisten Streitereien in Beziehungen verursachen. Kaum jemand redet darüber und noch weniger tun die Leute aktiv etwas dafür, um mehr zu verdienen.

Mit den richtigen Strategien und Mitteln kannst du dir selbst neben deinem Beruf ein weiteres Standbein aufbauen. Einnahmequellen, die es dir ermöglichen, ein unabhängiges Leben zu führen und dir die Möglichkeit geben, das Leben aufzubauen, das du verdienst.

BEZIEHUNGEN / GUTES LEBEN

Im letzten Bereich deines Lebens geht es um deine Beziehungen, dein Umfeld sowie das gute Leben selbst. Mit Beziehungen sind auch die Beziehungen zu guten Freunden gemeint, aber vor allem auch die Beziehung mit deinem/r Lebenspartner/in. Das „Gute Leben“ beschreibt grob, die Momente und Erlebnisse zu nutzen, welche dir das Leben bietet.

Diesen Bereich habe ich nach meiner Trennung sehr lange Zeit komplett vernachlässigt.

Ich redete mir ein, dass ich keine Zeit dafür habe.

Keine Zeit, mir Spaß zu gönnen. Keine Zeit, mich mit anderen zu treffen.

Ich setzte jede freie Minute in meine Projekte, meine Ziele und meinen großen Plan. Ich begann, mit Arbeit zu kompensieren und verbrachte sogar die Weihnachtsfeiertage damit, einen kompletten Videokurs aufzunehmen. Anfangs ging alles sehr gut, bis allerdings meine Psyche anfing zu rebellieren. Etwas war aus dem Gleichgewicht gekommen und dies nagte extrem an meinem Kernzustand. Ich hatte einen kompletten Lebensbereich stark vernachlässigt. Wie du bereits weißt, hat alles seinen Preis.

 

GUTE BEZIEHUNGEN AUFBAUEN

Ich selbst wurde früher von vielen Freunden enttäuscht und verraten und genau deswegen verstehe ich auch, warum sich viele Menschen oft zurückziehen und sich nicht mehr auf Beziehungen einlassen können. Die Angst davor, verletzt zu werden, ist einfach zu groß, um sich nochmal an jemanden zu binden oder sich von Anfang an auf den anderen einzulassen.

Wenn dich ein Mensch verletzt hat (oder vielleicht auch mehrere), ist es kein Grund, sich zurückzuziehen. Meiner Meinung nach ist es extrem wichtig, neuen Menschen zuerst vollkommen offen und ehrlich entgegen zu treten, um zu sehen, ob man zusammenpasst oder nicht.

Über das Thema Beziehungen gibt es unzählige Bücher, Ratgeber, Kurse und auch Therapeuten verdienen gutes Geld in diesem Bereich. Es ist ein sehr wichtiges Thema im Leben eines jeden Menschen und deswegen möchte ich dir hier auch einige meiner Erkenntnisse kurz zusammenfassen.

In unserem Leben geht nichts ohne die Beziehung zu anderen Menschen. Egal ob privat oder beruflich. Auch dein großes Glück wirst du alleine nicht finden. Willst du wirklich einen großen wichtigen Bereich deines Lebens vernachlässigen, nur, weil du ein paar Mal hingefallen bist?

 

NOTWENDIGE KOMMUNIKATION

Einer der wichtigsten Schlüssel zu jeder guten Beziehung ist eine funktionierende Kommunikation. Es ist extrem wichtig, über die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele offen reden zu können.

Stell dir vor, dir wäre etwas sehr wichtig in Beziehungen und du kommst damit nicht gleich zur Aussprache. Irgendwann stellt sich dieser Zustand als Normalität in deinem Leben ein. Jedes Mal, wenn dir diese Situation nun entgegen tritt, hast du wieder die Wahl. Verrätst du dich weiter und fühlst dich dabei schlecht (ohne, dass dein Partner davon wissen kann, denn dieser ist nicht in der Lage, deine Gedanken zu lesen) – oder schaffst du es, über deinen Schatten zu springen und das Thema offen und ehrlich anzusprechen?

Die meisten von uns schämen sich dafür, ihre Bedürfnisse und Wünsche offen vor anderen Menschen zu äußern. Sie haben Angst davor, abgelehnt zu werden, oder auch, dass ihre Bedürfnisse ins Lächerliche gezogen werden. Wenn du merkst, dass deinem Partner etwas auf dem Herzen liegt, dieser sich aber nicht traut, damit rauszurücken, liegt es auch in deiner Verantwortung, darauf einzugehen.

Dabei gibt es in der Kommunikation einfache, aber wichtige Spielregeln.

Höre dem anderen wirklich zu und versuche, seinen Standpunkt zu verstehen.

Fang nicht an, ihn für seine Bedürfnisse auszulachen.

Beleidigungen oder Erniedrigungen haben in guten Partnerschaften nichts zu suchen.

Gib deinem Partner das Gefühl von Sicherheit, so dass er sich an dich jederzeit wenden kann und erlerne einen gesunden Umgang mit Fehlern.

Versuch, dich an diese Regeln zu halten und lass es dir aber auch nicht gefallen, wenn diese Regeln gegen dich gebrochen werden. Rede immer offen mit deinem Partner über diese Themen.

ZUSAMMENHALT UND GEMEINSAME ZIELE

Menschliche Beziehungen entstehen immer dann, wenn Bedürfnisse oder Gemeinsamkeiten zusammentreffen. Erst, wenn man sich braucht, schätzt man den Wert des anderen richtig.

Gruppen, Freundschaften und Beziehungen ohne gemeinsamer Ziele und Werte (oder sogar entgegengesetzter Ziele und Werte) werden über kurz oder lang auseinander brechen. Viele normale Partnerschaften haben oft als einzige Gemeinsamkeit ein Kind, ein Haus oder sogar manchmal einen Berg Schulden. Aber solch einfache Gründe reichen auf Dauer nicht aus. Meist zerbrechen diese Beziehungen früher oder später.

Eine gemeinsame Vision, wie das Leben auszusehen hat, ist auch hier eine sehr effektive Methode, um sich miteinander ein gutes Leben aufzubauen. Die Vorfreude auf die bevorstehende Zeit wird die Partner noch viel mehr zusammenschweißen.  Gemeinsame Ziele, eine erfüllende Leidenschaft und auch Hobbies zeigen, dass beide an einem Strang ziehen.

GEGENSEITIGES GEBEN UND NEHMEN

Wie bereits erwähnt, ist einer der Grundpfeiler von Beziehungen das Erfüllen von Bedürfnissen. Genau darum ist es sehr wichtig, dass Menschen sich gegenseitig das geben, was sie brauchen.

Je mehr du deinem Partner gibst, desto lieber wird er mit dir zusammen sein. Aber halt. Das ist nur die eine Hälfte. Wenn du dich nur auf diesen einen Part konzentrierst, wirst du auf der Strecke bleiben. Du wirst anfangen, dich selbst für den anderen aufzuopfern oder du fängst an, dich ausgenutzt zu fühlen.

Darum ist es genauso wichtig, von deinem Partner das einzufordern, was du für dein Glück brauchst.

Einige könnten natürlich meinen, dass man sich hier nur gegenseitig ausnutzt, aber man muss es im richtigen Kontext sehen. Man wird über kurz oder lang voneinander (positiv) abhängig. Wer möchte schon den Partner verlassen, für den man alles macht, aber dennoch auch alle Wünsche erfüllt bekommt.

Das betrifft Vieles, wie tolle und tiefe Gespräche, Gemeinsamkeiten, Ziele, Zuneigung zeigen, Kuscheln, Sex, Bedürfnisse und auch Geschenke. Von einfachen Beispielen wie für den Partner das Essen zuzubereiten oder auch Massagen bis hin zur Unterstützung im gemeinsamen Business. Es kommt ganz auf euch und eure Interessen an.

Schwierig wird es, wenn der unterstützende Teil der Partnerschaft aufhört zu fordern. Es wird zu einem Ungleichgewicht kommt, in dem einer immer weiter fordert, aber nicht mehr geben muss. Es entsteht ein Gefühl des Ausnutzens. Der starke Part der Beziehung ist auch hier in der Verantwortung, auf den schwächeren einzugehen und offen über aufkommende Probleme zu diskutieren.

AUSNUTZEN UND VERANTWORTUNG

Unterstützende Menschen in Beziehungen haben oft Angst, ausgenutzt zu werden. Oft wegen negativer Erfahrungen, die sie bereits durchlebt haben. Sie möchten diese Angst so gut es geht vermeiden, um nicht noch öfter verletzt zu werden.  Rückzug und Distanz sind typische Anzeichen dieser Blockade.

Diese Menschen möchten eher ihren Partner unterstützen, als selbst im Rampenlicht zu stehen.

Führende Menschen haben oft das gegenteilige Problem. Sie fühlen sich selten ausgenutzt, wollen aber nicht die Verantwortung für den anderen übernehmen, aus Angst, enttäuscht zu werden. Sie haben hohe Erwartungen an den anderen. Auch hier sind die Anzeichen Rückzug und Distanz zu potentiellen Partnern. Diese Personen können es oft nicht ausstehen, von anderen geführt zu werden.

Ideal wäre es also, wenn ein Unterstützer und ein Führer in einer Partnerschaft sind.

Aber was geschieht, wenn nicht?

Sonderfall: 2mal Unterstützer

Wenn zwei unterstützende Menschen zusammenkommen, werden beide nicht viel erreichen. Sie können harmonisch miteinander leben, aber selbst hier wird sich über kurz oder lang einer der Partner zum Entscheider entwickeln. Der, der eher der Stärkere ist.

Sonderfall: 2mal Führender

Hier wird es oft zu Streitigkeiten kommen. Beide Partner werden regelmäßig versuchen, den anderen zu führen und ihm ihre Meinung aufzudrücken. Hier bedarf es sehr viel Kommunikation, um die Entscheidungen gut und zum Wohle beider zu treffen.

Hast du also eher Angst, ausgenutzt oder enttäuscht zu werden?

Möchtest du die Entscheidungen treffen oder hast du kein Problem damit, dich dem anderen unterzuordnen?

EHRLICHE ANERKENNUNG

Ein weiterer wichtiger Bestandteil von funktionierenden Beziehungen ist ehrliche Anerkennung. In einer Welt, in der wir anderen nicht mehr richtig zuhören können und schon gar nicht auf den anderen eingehen, ist dieser Punkt ein wahrer Game-Changer.

Anerkennung heißt, den anderen wirklich wertzuschätzen.

Ihm Verständnis zu zeigen, ihn zu bestätigen und auch zu respektieren.

Und schon gar nicht schlecht über ihn bei dritten zu sprechen.

Ihr werdet euch gemeinsam aufbauen und unterstützen und gemeinsam als Team spielen.

Es ist sehr viel angenehmer, mit einem Menschen zusammen zu sein, der einen ehrlich anerkennt  und  den man für seine Leistungen ebenfalls respektiert.

EIGENSTÄNDIGKEIT

Jedoch ist es wichtig, dass jeder von euch dennoch eine eigenständige Persönlichkeit bleibt. Also sich nicht voll und ganz für den Partner aufgibt.

Jeder, der nicht mehr frei ist, wird sich abhängig und unselbstständig fühlen. Auf lange Zeit wird dies immer darauf hinauslaufen, dass der abhängige Partner versucht zu flüchten. Ein weiteres Problem der Abhängigkeit (also dem Abgeben der gesamten Kontrolle) ist, dass die eigenen Bedürfnisse auf der Strecke bleiben.

TOLERIERE KEINE PASSIVE AGGRESSIVITÄT

Das Waffenarsenal negativer Menschen ist sehr groß. Sie versuchen, dich durch verschiedene Arten der Manipulationen zu führen. Sie möchten unter allen Umständen ihren Willen durchsetzen und fühlen sich danach sehr erfolgreich. Währenddessen wird beim Partner jedes Mal ein deutliches Minus entstehen.

Einige dieser passiv-aggressiven Methoden sind:

  • den Partner in Schuld setzen
  • Schmollen und Bocken
  • Schlechtes Gewissen machen
  • Zweifel dem Partner gegenüber zeigen
  • die Bedürfnisse oder Ziele des Partners schlecht reden
  • mit Sex- oder Liebesentzug drohen
  • den Partner aktiv erpressen
  • Drohen und Angst machen
  • den Partner erniedrigen
  • dem Partner zeigen, dass er falsch ist

All diese Mittel sollten in jeder Beziehung tunlichst vermieden werden.

Wenn es jedoch dazu kommt, sprich dieses Verhalten direkt an und sag deinem Partner, dass du es nicht duldest. Er oder sie soll lieber offen und ehrlich sein, was gerade in der Situation falsch läuft bzw. welche Bedürfnisse gerade unerfüllt sind.

EIN GUTES LEBEN FÜHREN

Manche Menschen haben es durch ihre Erfahrungen und ihrer Vergangenheit schwer, das Leben zu genießen, während andere jeden Sonnenstrahl des Lebens als Selbstverständlichkeit erachten. Mir ging es früher so, denn ich konnte mir selbst nie etwas gönnen. Selbst bei Kleinigkeiten geißelte ich mich danach noch, weil ich mein Geld zum Fenster hinausgeworfen habe.

Aber was gehört nun zu einem guten Leben?

Gute Freunde, die dich kennen und genau deswegen mögen, weil du bist, wie du bist. Sie erkennen dich an und ihr respektiert euch gegenseitig. Ihr bestätigt euch und helft einander.

Auch, dass man sich nichts im Leben entgehen lassen soll, was man erleben will.

Sei es ein Kinobesuch, ein Musical, eine Reise, die eigenen Kinder oder auch die alltäglichen Momente, die wir nutzen können.

Aber warum ist es so wichtig, ein gutes Leben zu führen?

Wenn du dein Leben gut lebst, wird es definitiv zu einem guten Leben führen. Es überträgt sich auf alle Bereiche in deinem Leben. Dein Zustand wird besser. Deine gute Laune steckt andere Menschen an, die selbstverständlich auch mehr mit dir zu tun haben wollen. Du bist positiver und wirkst erfolgreicher.

Auch wenn du dein Leben gut lebst, wirst du gut verdienen.

In deinem Gesicht und in deiner Ausstrahlung wird sich das gut geführte Leben widerspiegeln.

SELBSTANALYSE

Nachdem du jetzt die vier Lebensbereiche kennst, liegt es an dir, diese für dich genau zu analysieren. Je ehrlicher du zu dir selbst bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du dein Leben auf das nächste Level heben kannst. Diese nüchterne Selbstreflexion wird dir helfen, konkret auf deine Lebensumstände zu schauen. Du wirst dabei erkennen, wo du anfangen musst zu handeln.

Stelle dir selbst folgende Fragen:

Was habe ich bisher erreicht?

Wo sind meine großen Baustellen und Defizite? Bist du zum Beispiel schon nach ein paar Treppen aus der Puste? Hast du eine schlechte oder gar keine Beziehung? Bist du verschuldet?

Was stört dich am meisten in deiner jetzigen Situation?

Was willst du noch erreichen?

Welche Schritte sind dafür konkret erforderlich?

Im Kapitel „Erschaffe dich neu“ habe ich noch mehr Methoden für dich, die du gleich praktisch anwenden kannst.